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Ambulant behandelbare Krankheitsbilder

Viele Krankheitsbilder lassen sich unkompliziert und schnell in der ambulanten Kinderchirurgie behandeln. Hier haben wir Ihnen eine kleine Übersicht der Krankheitsbilder zusammengestellt, die als Routineeingriffe ambulant behandelbar sind.

 

  • Hodenhochstand (Retentio testis)

    Bezeichnet einen kurz vor oder nach der Geburt nicht ordentlich abgestiegenen Hoden. Aufgrund einer Entwicklungsstörung verbleibt der Hoden auf seinem Weg und ist im Hodensack nicht tastbar. Eine Behandlung ist unbedingt erforderlich, da nach Ablauf des ersten Lebensjahres die Gefahr einer Schädigung des Hodens und damit eine möglicherweise eingeschränkte Zeugungsfähigkeit gegeben ist.

  • Hodenkrampfader (Varicocele testis)

    Eine Varicocele ist eine Krampfaderbildung im Bereich der Hodenvenen. Sie tritt meist linksseitig auf und kann unbehandelt zur Unfruchtbarkeit führen.

  • Harnröhrenfehlbildung (Hypospadie)

    Ist eine angeborene Fehlbildung, bei der die Harnröhre nicht bis an die Eichelspitze reicht. Zusätzlich besteht oft eine gespaltene Vorhaut und eine Penisverkrümmung. Die Hypospadie kann und sollte möglichst kurz vor dem Ende des 1. Lebensjahres operiert werden um Ihrem Sohn eine ungestörte Entwicklung zu gewährleisten.

  • Leistenbruch (Hernie, Hernia inguinalis)

    Ist ein Eingeweidebruch im Bereich des Leistenkanals, meist bedingt durch einen angeborenen, unzureichenden Verschluss des Bauchfells. Ein Leistenbruch sollte rasch operiert werden, da die Gefahr der Einklemmung von Darmschlingen besteht.

  • Nabelbruch (Hernia umbilicalis)

    Verwächst nach der Geburt und dem Abtrennen der Nabelschnur die Bauchwand nicht richtig, verbleibt am Bauchnabel eine Durchtrittstelle. Üblicherweise schließt sich diese mit dem Wachstum des Kindes bis zum 3. Lebensjahr. Ist dies nicht der Fall, kann ein Nabelbruch im Erwachsenenalter zu Komplikationen führen und sollte deshalb bereits im Kindesalter operiert werden.

  • Verkürzung des Zungenbändchens (Ankyloglosson)

    Bei einem kleinen Prozentsatz der Neugeborenen ist das Zungenbändchen – eine membranöse Falte, die Zungenunterfläche und Mundboden verbindet  – zu kurz. Die Zunge ist dadurch in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigt. Dies kann sich nachteilig auf die Nahrungsaufnahme im Säuglingsalter auswirken, sowie auch auf die spätere Lautbildung und Zahnstellung.

  • Vorhautverengung (Phimose)

    Eine Vorhautverengung ist dann gegeben, wenn sich die Vorhaut nicht vollständig über die Eichel nach hinten ziehen lässt. Eine Vorhautenge im Kleinkindalter ist meist normal. Erst danach wird der Zustand als krankhaft angesehen. Es können Beschwerden beim Wasserlassen, Urinstau, Entzündungen von Vorhaut und Eichel auftreten. Im Jugend- und Erwachsenenalter kann die Sexualität beeinflusst sein.

  • Wasserbruch (Hydrocele funiculi oder testis)

    In manchen Fällen bleiben die Hodenhüllen nach dem Abstieg des Hodens aus dem Bauchraum in den Hodensack offen. So gelangt in Folge der Schwerkraft

    Flüssigkeit aus dem Bauchraum in den Hodensack, der dadurch anschwillt. In den ersten 2 bis 3 Lebensjahren hat dies selten einen Krankheitswert, danach sollte ein Wasserbruch operiert werden.